voXmi Projekt – Kochen multikulturell / multimedial

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voXmi geht in den Unterricht – das ist eines der Hauptziele von voXmi in diesem Schuljahr am RG WRG 8 Feldgasse. Wir voXmi LehrerInnen arbeiten mit verschiedenen KollegInnen zusammen, um voXmi Projekte direkt im Unterricht zu verankern und so eine Reihe von Klassen und SchülerInnen mit dem Thema Multikulturelles Lernen zu konfrontieren.

Im November war es für die 5b Klasse soweit. Gemeinsam mit ihrer Biologielehrerin, Claudia Tanczos-Fuchs, organisierten die voXmi LehrerInnen Ahu Temizsoy und Stephan Waba ein Biologieprojekt mit dem Titel „Kochen multikulturell / multimedial“. Einen ersten Eindruck vermittelt das Video, das wir von dem Kochprojekt erstellt haben:

http://video.kinkast.com/

Wer nun mehr über das Projekt erfahren möchte, klickt einfach weiter… 🙂

Dieses Projekt drehte sich – wie der Name schon vermuten lässt – ums Kochen, und zwar um internationale Gerichte. Wichtig war uns, mit den SchülerInnen zu diskutieren, welche unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten es auf der Welt gibt, welche Gründe es für diese Unterschiede geben könnte (z.B. Nahrungsmittelangebot, Klima) und schließlich auch auszuprobieren, wie die verschiedenen Gerichte schmecken. In der Nachbearbeitung des Projekts spielte auch der „Carbon Footprint“ eine Rolle, also die CO2-Bilanz, die verschiedene Nahrungsmittel und Ernährungsgewohnheiten aufweisen.

„Kochen multikulturell / multimedial“ umfasste mehrere Schulstunden, die wir uns teilweise auch von anderen Fächern „ausborgten“ und gliederte sich in folgende Abschnitte:

  • In der ersten Unterrichtseinheit erhielten die SchülerInnen Input über die Ziele von voXmi und interkulturelles Lernen. Sie konnten auch von eigenen Erfahrungen berichten, die sie mit Interkulturalität gemacht hatten, insbesondere zum Thema „Internationale Küche“. Im Anschluss suchten die SchülerInnen im Internet nach internationalen Rezeptideen und dokumentierten ihre Arbeit auf der Moodleplattform. In Kleingruppen entschieden sich die SchülerInnen aus den gesammelten Ideen für Gerichte, die sie in der nächsten Einheit selbst kochen wollten. Es wurde ein Einkaufsplan aufgestellt, sodass alle Gruppenmitglieder bestimmte Nahrungsmittel zur Kochstunde mitnahmen.
  • Für den darauffolgenden Tag hatten wir die Schulküche reserviert; was von Seiten der Hauswirtschaftslehrerin ein großer Vertrauensbeweis uns gegenüber war. 🙂 Die SchülerInnen verteilten sich auf die diversen Kochinseln und bereiteten ihre Gerichte zu. Die LehrerInnen halfen den Gruppen zwischendurch immer wieder und verkosteten die eine oder andere Köstlichkeit. Im Anschluss wurden die Speisen von den SchülerInnen verzehrt und auch Erfahrungen mit anderen Gruppen ausgetauscht. Die Küche hinterließen wir blitzeblank, da die meisten SchülerInnen auch den Abwasch diszipliniert erledigten.
  • Im Biologieunterricht wurde das Thema von ernährungswissenschaftlicher und ökologischer Seite her nachbearbeitet. Die SchülerInnen wurden aufgefordert, mit einem Onlinetool zur Berechnung der CO2-Bilanz (http://files.earthday.net/footprint/flash.html) zunächst ihren eigenen „Fußabdruck“ auszurechnen und im Anschluss dann den Fußabdruck eines Menschen aus einem anderen Land mit unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten, z.B. aus Indien. Dazu mussten die SchülerInnen sich auch über die Lebensumstände dieser Menschen informieren.

Reflektive Schlussbetrachtung des Projekts war ein kurzes schriftliches Statement zu folgenden Fragen:

  • Worum ging es deiner Meinung nach in diesem multikulturellen Projekt?
  • Was hat es dir persönlich gebracht?
  • Wie könntest du deinen Footprint verkleinern – als die Person, die du bist, in der Kultur, in der du lebst, mit den Möglichkeiten, die du persönlich im Moment hast?

Abschließend als Beispiel ein Auszug aus einer SchülerInnenarbeit:

Mir hat sehr gut gefallen, dass wir so ausländisches Essen kosten konnten (ohne dem es in Österreich meiner Meinung nach nur eine sehr geringe Essensauswahl gäbe) und dabei auch etwas gelernt haben. Außerdem war es sehr interessant zu sehen wie groß mein eigener Footprint ist, dabei sind mir auch viele Dinge aufgefallen, die ich bzw. überhaupt die Menschen verbessern könnte/n:

  • weniger und BIO! Fleisch essen
  • darauf achten regionale Produkte zu kaufen
  • darauf achten saisonale Produkte zu kaufen […]

Wenn z.b. jeder Amerikaner auf eine Fleischmahlzeit in der Woche verzichten würde oder jeder Mensch auf dieser Welt auch nur ein paar von diesen Punkten in die Tat umzusetzten versuchen würde, gäbe es vermutlich keinen Klimawandel!

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