Archive for Juli 2011

RoboCup und voXmi

11. Juli 2011

Oberflächlich betrachtet mag man sich mit Recht fragen, was denn der RoboCup mit voXmi zu tun hat. Schaut man jedoch genauer hin, wird man feststellen, dass erfolgreiche RoboCup-Teilnehmer/innen die Chance bekommen nicht nur in Österreich ihr Können und ihre Fertigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern auch im Ausland. Und dass dabei nicht nur Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch intensives Teamwork zwischen verscheidensten nationen und somit auch interkulturelles Lernen und Arbeiten eine wichtige Rolle spielen, haben die Schüler/innen in den letzten Jahren erfahren, in denen Reisen nach Deutschland, Singapur und zuletzt auch nach Istanbul am Programm standen.

Neben den großartigen fachlichen Erfolgen nehmen die Schüler/innen von diesen Bewerben immer auch ganz intensive Eindrücke im interkulturellen Bereich mit und bereichern durch ihre Erfahrungen auch die Daheimgebliebenen.

Weitere Details zur letzten gerade zu Ende gegangenen Veranstaltung (RoboCup in Istanbul) finden sich hier.

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Migration und Kultur

5. Juli 2011

flickr cc

Vom 26. Bis 18. Juni 2011 nahm ich an der 11. Internationalen Konferenz „Migration und Kultur“ an der Universität Klagenfurt teil.

Hochrangige Wissenschaftler/innen aus vielen namhaften Universitäten und Forschungsinstitutionen aus Deutschland, der Schweiz, der Türkei und Österreich hielten beeindruckende Vorträge zum  Thema.

Lesen Sie hier mehr!

Märchenvideo Sechshaus

4. Juli 2011

Viele Wochen lang beschäftigt sich eine voXmi Gruppe der KMSI Sechshaus mit dem Thema Märchen.
Gemeinsam einigt man sich auf eine moderne Version von „Der Wolf und die 7 Geißlein“. Dann wird am Text in mehreren Sprachen gefeilt.
Immer wieder gibt es Terminprobleme- endlich in der vorletzten Schulwoche soll gedreht werden.  Die Dreharbeiten werden auf drei Drehtage verteilt, weil Kollegin Peschek nur in ihrer unterrichtsfreien Zeit filmt. Prompt wird eine Hauptdarstellerin (Mutter) krank und muss in der Folge durch eine „Tante“ ersetzt werden. Die Sprecherin arbeitet toll ihren Text um- trotz allem wird die Zeit viel zu kurz.
An einem solchen Film könnte/müsste man wochenlang arbeiten- wohl gemerkt-nur zum Drehen.

Wir hoffen, das Ergebnis gefällt euch trotzdem.
Ihr könnt euch das Video auf Youtube anschauen.

Mein Dank als voXmi Koordnatorin der Schule geht natürlich an die Schülerinnen und Schüler, die fleißig mitgewirkt haben, an die voXmi Lehrerin Renate Wolf und ganz besonders an unsere Videoexpertin Inge Peschek, die für die Aufnahmen und den Schnitt viele Stunden geopfert hat.

Liebe Grüße
Helly Swaton

Österreichische Maßeinheiten

2. Juli 2011

flickr cc mueritz

Hier ein heiterer Text  zu Ferienbeginn der zeigt, welche Feinheiten die österreichische Sprache kennt…. aber sicher nicht  nur die österreichische .. 😉 :

Österreichische Maßeinheiten

(Autor unbekannt)

Ich wage zu behaupten, dass es keine Sprache gibt, die so unverbindliche Maßeinheiten hervorgebracht hat, wie die Österreichische. Das Vage und Dehnbare in unseren internen Maßeinheiten scheint mir auch ein Indiz, ja eine Facette des österreichischen Wesens
an sich zu sein.

An der Aufforderung:“Noch ein Wengerl, ein Wengerl sitzen, ein Wengerl da zu bleiben, noch ein Wengerl lustig zu sein, daran finden wir gar nichts bemerkenswertes mehr, noch dazu wo sich dieses Wengerl auch ausreichend von „ein Wenig“ herrührend erklären
läßt.

Dass ein Weg breit ist, wenn er lang ist, wundert auch keinen mehr:
„Heast, wo woast denn? – Na is a brader Weg!“

Dass man endlos wartet und ewig nicht dran kommt, auch daran hat man sich gewöhnt.

Ja selbst, dass jemand bei einem auf einen Hupfer vorbeischaut, wird in den seltensten Fällen missverstanden und stört selbst nach zwei Stunden noch niemanden.

Schwieriger wird es dann, wenn jemand um ein Euzerl daneben liegt. Kann man zum Beispiel auch um zwei Euzerln daneben liegen? Waren in grauer Vorzeit einmal 10 Euzerln 1 Euz? Und wenn etwas um 100 Euz nicht stimmt, kann man dann schon sagen: „Na den Unterschied möcht ich Klavier spielen können“?

Wann hat man etwas um ein Haus verfehlt oder gar um ein Eckhaus?

Um welche Mengen handelt es sich wirklich wenn jemand sagt: „Ich bin den ganzen Nachmittag eine Stunde herumgrennt. I war in 97 Gschäftln, hab 17 Sakkos in 1000 verschiedenen Größen probiert. Kein einziges hot ma passt, bis auf die zwa, san gar net so schlecht. I hab a Lawine zahlt, und bin fix und fertig, weil überall a ganzer Oasch voll Leut woar!“ Wie viele Leute gehen da hinein? Ja, wenn besagter Körperteil einereinflussreichen Persönlichkeit gehört, wie viele san schon drin?

Wann wird aus einem Tröpferl ein Tropfen? Wann daraus ein Schluckerl?
Wann kann man von einem Glaserl sprechen? Bitte, dass ein Flascherl Wein in Österreich meistens ein Doppelliter ist, darf allerdings als bekannt vorausgesetzt werden. Jedoch, wie groß ist ein Futzerl? Wann mutiert es zum Eckerl? Wann zum Stückerl?

Welche Ausdehnung muss ein Körper haben, dass wir ihn in der Folge als Trumm, oder gar als Mordstrumm bezeichnen können?

Wieviel ist ein bissi? Bissi ist besonders heikel, weil man bissi so ambivalent verwenden kann. Zum Beispiel: „Na is a bissi vü!“ oder aber auch: „Na is a bissi wenig!“….

„Bist ein bissi deppert.“ Trägt noch ein harmloses, fast liebenswertes Irresein in sich. Während: „Du bist mir scheint a bissl deppert!“ bereits auf ernsthaft gestörte Geisteszustände hinweisen möchte. Die Bereitschaft zur physischen Attacke drückt diese dann nur noch mehr
durch die rhetorisch gestellte Frage aus, wenn sie unter Weglassung sämtlicher Zischlaute gestellt wird, denn: „Heat bid a bidl debad!“
„A bidl“ Das kann man gar nicht anders als drohend sagen.

Alle diese Beiläufigkeiten sind in ihrer Ungenauigkeit keine fixen Größen, aber als Österreicher lebt man mit ihnen. Wahrscheinlich könnten Etymologen unter zu Hilfe nahme diverser Lautverschiebungen ihre Herkunft einigermaßen klären. Anthropologen werden unter Hervorkramen alter Sitten und Gebräuche weiter Klarheit schaffen können, egal ob es sich um ein Trumm, ein Eckhaus oder ein Futzerl handelt,aber NIEMAND, NIEMAND kann erklären von wo es kommt oder gar von welchem Brauch es sich ableitet, dass, wenn jemand
gefragt wird, ob er beispielsweise seinen Zug erwischt hätte, und dieser dann antworten kann:

„Oba ums Oaschleckn net!“