Archive for Januar 2012

voXmi als Herausforderung für unsere Schüler/innen im Schulschwerpunkt „Angewandte Informationstechnologie“ im Sinne einer individualisierten Begabtenförderung

28. Januar 2012

Als unsere engagierten Oberstufenschüler/innen aus dem Schulschwerpunkt Angewandte Informationstechnologie ihre Bereitschaft bekundeten, voXmi-Schüler/innen aus der Unterstufe bei der Erstellung von Webseiten zu unterstützen, war ihnen zu Beginn noch nicht wirklich bewusst, worauf sie sich dabei wirklich einließen. Denn mit den unterschiedlichen Sprachen, die auf den Webseiten eingebaut wurden, wuchs auch sprunghaft der Bedarf an speziellen Codierungen für die vielen „Sonderzeichen“ in den einzelnen Sprachen. Galt es nämlich bisher nur die deutschen Umlaute und das scharfe ß korrekt auf Webseiten darzustellen, waren es nun plötzlich eine Vielzahl unterschiedlicher Zeichen, die auf ein und derselben Seite vorkamen.

Im Sinne des entdeckenden Lernens versuchten die Schüler/innen dabei selbst praktikable Lösungen für diese Herausforderungen zu finden. So wurden beispielsweise Codetabellen studiert, unterschiedliche Zeichensätze ausprobiert und mit verschiedenen Schriftarten experimentiert. Der Wissenszuwachs war enorm – vor allem deshalb, weil sehr individuell gearbeitet wurde und danach in Gruppenarbeiten die jeweiligen Forschungsergebnisse ausgetauscht wurden.

Manchmal schweiften die Schüler/innen dabei auch in andere verwandte Themenbereiche der Webprogrammierung ab, für die es zwar keine expliziten Arbeitsaufträge gegeben hatte, die aber so interessant waren, dass sie aus der Sicht der Schüler/innen auch unbedingt gelöst werden mussten. Und manchmal stellte sich heraus, dass der eine oder andere vermeintliche Umweg sogar einen Schlüssel für die Lösung des eigentlichen Problems liefern konnte.

Erschwerend kam nämlich dazu, dass die Schüler/innen ihre Lösungen nicht nur in einfachen HTML-Seiten darstellen wollten, sondern dazu auch dynamische Webseiten mit PHP- und Javascript-Komponenten verwendeten, für die jeweils eigene Spezialanpassungen im Quellcode notwendig wurden. Als schließlich auch MySQL-Datenbanken zum Einsatz kamen, mussten auch dabei spezielle Anpassungen vorgenommen werden, bis endlich zufriedenstellende Lösungen erreicht werden konnten.

Neben all den programmiertechnischen Details wurde es den Schüler/innen meist erst im Laufe der Arbeit so richtig bewusst, wieviele verschiedene Zeichen es in anderen Sprachen gibt und dass deren richtige Darstellung auf dynamischen Webseiten alles andere als trivial ist. Umso stolzer präsentierten sie aber danach ihre Arbeitsergebnisse und machten damit auch viele Kinder mit anderen Erstsprachen glücklich, als sie erstmals ihre Sprache(n) auf schulinternen Lernplattformen korrekt dargestellt entdeckten.

Beispiel für eine Webseite (Bildschirmfoto aus dem voXmi-Lexikon) mit vielen unterschiedlichen Zeichen:

Bildschirmfoto aus dem voXmi-Lexikon

Kennen lernen in der neuen Gruppe

21. Januar 2012

Beim ersten Treffen haben wir uns näher kennen gelernt und ein Sprachenportrait gezeichnet.
In eine Vorlage werden mit verschiedenen Farben die Sprachen eingezeichnet, die man – mehr oder weniger gut – sprechen oder verstehen kann.
Die Bedeutung der jeweiligen Sprache für jeden einzelnen Schüler drückt sich neben der Größe der bemalten Fläche auch in der Lage aus; so könnte beispielsweise Englisch in den Händen als Arbeitssprache oder die Erstsprache im Herzen dargestellt werden.
Wir haben bei dieser Übung festgestellt, dass in dieser Runde mit Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Russisch, Kroatisch, Serbisch, Türkisch, Polnisch, Beny, Owo und Thailändisch bereits 13 Sprachen gesprochen werden!

voXmi-Fortbildungsveranstaltung im Jänner 2012

21. Januar 2012

Über 20 engagierte voXmi-Lehrkräfte aus Wien und der Steiermark trafen sich in der Bundeshauptstadt, um sich in den Bereichen Interkulturelles Lernen, gelebte Mehrsprachigkeit und E-Learning zwei Tage lang fortzubilden und gemeinsam Erfahrungen aus den verschiedenen Schultypen auszutauschen. Das Programm war sehr interessant, nur die Zeit viel zu kurz!

BKS-Sprachkurs

BKS-Sprachkurs

Workshop mit Katharina Lanzmaier-Ugri

Workshop mit Katharina Lanzmaier-Ugri

Vortrag von Katharina Lanzmayer-Ugri

Vortrag von Katharina Lanzmaier-Ugri

I love Vienna

9. Januar 2012

Die Kinder erhielten die Aufgabe eine Präsentation mit dem Titel „I love Vienna“ zu erstellen. Sie sollten zunächst auf Deutsch eine Folie gestalten, was ihnen an Wien gefällt. Anschließend wurde die Folie kopiert und in die Erstsprache übertragen.

Die Scülerinnen und Schüler waren mit Begeitsreung bei der Sache, so viel positives Echo hatte ich gar nicht erwartet.

Anbei zwei Beispiele:
I love Vienna_Aydanur
I love Vienna_tassniem 

Helly

Namen erforschen

9. Januar 2012

Die Schüler/innen recherchieren, woher ihre Vornamen kommen, was sie bedeuten und wie sie in anderen Sprachen lauten.

Beispiel

Info zur männlichen Form Dennis

von ‚Dionysios‘ (der dem Gott Dionysos Geweihte)

Dionysos war der griechische Gott des Weines, einem Sohn von Zeus und Semele, der Name des Gottes setzt sich zusammen aus ‚dios‘ (‚von Zeus‘) und ’nysa‘, dem Namen eines legendären Berges der hl. Dionysius (3. Jh.)

ist einer der 14 Nothelfer

die Stadt St. Denis in Frankreich ist nach ihm benannt

Info zur weiblichen Form

Denise auf griechisch bedeutet `die Fröhliche

Deniz auf türkisch „Meer“

» die dem Dionysos Geweihte

» die Fröhliche

» die Starke

» türkisch: das Meer

voXmi Schüler/innen interviewen Geschäftsleute in Meidling

5. Januar 2012

Das Gymnasium Erlgasse liegt im 12. Wiener Gemeindebezirk, in Meidling.

Wir, die voXmi Gruppe, haben uns vorgenommen, in der unmittelbaren Umgebung unserer Schule  Geschäfts- und Lokalbesitzer zu interviewen. Wir wussten, dass es in unserer Umgebung viele Writschaftstreibende mit Migrationshintergrund gibt; dem wollten wir genauer nachgehen.

Schon Anfang Dezember erkundigten wir uns um die Herkunft der Geschäftsleute und kündigten ein Interview am 21. Dezeber 2011 an.

Wir waren sehr überrascht, aus wie vielen Ländern Menschen in Meidling ein Geschäft, einen Handwerksbetrieb, ein Restaurant betreiben: Innerhalb einer Stunde  haben wir Schüler/innen und Lehrer/innen eine kleine Weltreise von der Türkei nach Bosnien, Syrien, Ägypten, Nepal, China und Russland erlebt.

Nachdem wir die Zusagen für die Interviews hatten,  arbeiteten die Schüler/innen Fragebogen aus.

Am 21. Dezember besuchten uns im voXmi Unterricht zwei DAZ Praktikant/innen der Universität Wien.  Sie unterstützen uns spontan bei den Interviews: In mehreren Kleingruppen wanderten wir durch das  vorweihnachtliche Meidling und interviewten die Geschäftsleute, die schon auf uns warteten. Nach dem Interwiew  baten wir jeden uns eine kleine Geschichte in seiner Muttersprache zu erzählen.

Nach ungefähr einer Stunde traf sich die voXmi Gruppe wieder in der Schule. Wir waren sehr beeindruckt von den spannenden Lebensgeschichten die wir gehört hatten. Wir tauschten unsere Erfahrungen aus. Im Jänner werden wir genauer darüber berichten und auch die Audioaufnahmen online stellen mit der Bitte, diese auf Deutsch nachzuerzählen… wenn sich in der voXmi- Comunity wer findet, der diese Texte auch versteht.

Die Interviewfragen

Aus welchem Land kommen Sie? Welche Sprachen sprechen Sie?
Haben Sie Familien? Wie viele Kinder haben Sie und wie alt sind sie?
Welches religiöse Bekenntnis haben Sie?
Wie haben sie Deutsch gelernt?
Haben sie mehr Kontakt mit Leuten in ihrer Landessprache oder zu Österreichern?
Wie lange leben Sie schon in Wien/Österreich?
Aus welcher Stadt kommen Sie? Haben Sie dort viele Familienmitglieder?
Wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet nach Wien zu ziehen?
Wie kamen sie dazu, ein Geschäft in der Meidlinger Hauptstraße zu eröffnen?
Was gefällt Ihnen an dieser Arbeit?
Haben Sie hier an normalen Wochentagen sehr viel zu tun?
Wie lange arbeiten Sie schon in diesem Betrieb?
Verdienen Sie gut mit dieser Arbeit?
Ist das ihr ursprünglicher Beruf?
Haben Sie diesen Betrieb auch aufgebaut?
War es sehr schwer ihn aufzubauen?
Wie sind Sie draufgekommen ihr eigenes Geschäft aufzumachen?
Kommen viele Leute zu Ihnen?
Ist es viel Arbeit ein Geschäft selbstständig zu führen?
Bitte erzählen sie uns eine kleine Geschichte in ihrer Landessprache.