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Fotostory- sehr beliebt

13. März 2010

Schon eine Weile arbeiten wir im Zuge der unverbindlichen Übung mit dem Programm Fotostory. Die Kinder hatten die Idee, eine Fotostory über unsere Schule zu erstellen. Das war ein ziemlich langwieriger Prozess. Eine Doppelstunde inverstierten wir, um in den verschiedenen Unterrichtsräumen Fotos zu machen. Die meisten Kinder hatten eigene Fotoapparate- 2 stellte ich zur Verfügung, sodass jede/r fotografieren konnte. In der nächsten Einheit wurden die Fotos überspielt und sowohl auf einem gemeinsamen Netzlaufwerk als auch auf unserer Plattform Fronter gespeichert. Dann begann das lange Auswählen: Welche Fotos verwende ich?

Der Auftrag lautete: DieZuschauer sollen einiges über unsere Schule erfahren- diesmal gesprochen in Deutsch- geschrieben in der Muttersprache. Nach insgesamt 5 Doppelstunden lagen die ersten Ergebnisse vor. Sie wurden von mir nicht „zensuriert“. Den Text in der Muttersprache kann ich gar nicht korrigieren. Oft wurde ich aber gefragt, wie man etwas richtig auf Deutsch formuliert.

Zwei Beispiele möchte ich nun vorstellen.
Krisi lebt schon sehr lange in Österreich und ist ein richtiger „Lausbub“.
Soraia kam erst im letzten Schuljahr aus Afghanistan nach Österreich. Sie traute sich zunächst gar nicht, ihre Anmeldung für die unverbindliche Übung abzugeben, ihre Freundin Asmaa überredete sie dazu. Am Anfang sprach sie  nur ganz wenig. Sie hat zu Hause keinen PC und ist überglücklich über jede Minute, in der sie diesen in der Schule nutzen kann.
Zu Recht ist sie auf ihre Arbeit sehr stolz.

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Übrigens: Unser neueste Projekt ist ein Physikfilm: Versuche zum Thema  „Feuer löschen“ werden verfilmt. Die einzelnen Szenen sollen anschließend in verschiedenen Sprachen vertont werden. Aber das ist ein Projekt bis zum Schulschluss.

Projekt: Freitags Kochen

13. März 2010

Essen und damit auch Kochen ist ein menschliches Grundbedürfnis.
Es verbindet alle Nationalitäten und bietet zugleich die Vielfalt regionaler Vorlieben – das weckt Interesse und macht neugierig auf mehr: freitag kochen_09

Darstellen und nützen unseres Sprachpotentials

25. Februar 2010

In einer weiteren Einheit von voXmi am Gymnasium Feldgasse haben wir diesmal unsere TeilnehmerInnen dazu ermuntert ihre Herkunftssprachen anhand/mit Hilfe verschiedener Medien auszuprobieren und zu präsentieren.

Die Vorgabe war, sich in irgendeinem Kontext selbst vorzustellen, ein paar Dinge über sich zu erzählen. Die SchülerInnen haben sich dazu Notizen gemacht und bereits hier am Computer einige Wörter und Phrasen recherchiert. Als nächstes hatten sie während dieser Doppelstunde die Möglichkeit sich und ihren Text auf Band (PC) oder Video aufzunehmen und sich dadurch in einer anderen Sprache einmal selbst zu beobachten. Die über Mikrophon auf dem Computer gespeicherten Audio-Sequenzen wurden fleißig angehört und auch adaptiert. Viel Spass hatten wir natürlich auch mit der Inszenierung der Videosequenzen, die am Ende dann alle vorgestellt wurden.

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Q-hum Wien Tag 10

21. Februar 2010

Der Qualitätstag der Humanberuflichen Schulen Wiens stand am 18. Februar 2010 ganz im Zeichen der „Vielsprachigkeit an unseren Schulen“.

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Vielsprachigkeit an unseren Schulen

8. Februar 2010

Vor kurzem haben wir* mit Professor de Cillia (Institut für Sprachwissenschaft der Uni Wien) über das voXmi Projekt gesprochen.

Er hat uns sehr ermutigt, dieses Projekt voranzutreiben:

„Interkulturelles Lernen, dieses Unterrichtsprinzip mit innovativen Methoden anzugehen, ist sehr wichtig. Derzeit ist es mehr oder minder totes Recht.“

Das Unterrichtsprinzip werde in den Schulen leider nicht wirklich gelebt und reduziere sich – in den meisten Fällen – auf gemeinsame Schulfeste. Im Unterricht werde die Mehrsprachigkeit und Anderssprachigkeit kaum wahrgenommen, geschweige denn als positive Bereicherung kreativ in den Unterricht integriert.

Beinahe zwei Stunden lang, die für uns in Windeseile verflogen sind, spannte Prof. de Cillia einen Bogen von seinen ersten Aktivitäten zum Thema „Gastarbeiterdeutsch“ in den 1980iger Jahren bis zu den vielfältigen Initiativen, Seminaren, Kursen, Weiterbildungsangeboten, Forschungsprojekten, Konsulententätigkeit für das Ministerium und Publikationen zum Thema interkulturelles Lernen und multilingualer Unterricht und ging auf viele Schwerpunkte ausführlich ein.

Im Namen des voXmi-Teams möchten wir uns an dieser Stelle herzlich für dieses Gespräch bedanken!

*Erika Hummer, Ebru Seker

pdf: Interview mit Professor de Cillia

Audio: Was raten Sie einem Lehrer, einer Lehrerin mit sehr vielen fremdsprachigen Kindern in der Klasse?

Sprache und Frieden

2. Februar 2010

Stimmungsbild aus einer Supplierstunde in der Erlgasse:

In einer 3. Klasse suppliert unsere Russischkollegin die Französischgruppe. Neugierig fragte sie, was die Kinder schon gelernt haben und übersetzt mit ihnen verschiedene Begriffe ins Russische. Dabei stellen die SchülerInnen viele Gemeinsamkeiten in ihren Muttersprachen fest: Wer kann wen verstehen? Wo gibt es keine gemeinsamen Sprachwurzeln?

Kommentar einer Schülerin: „Wir sprechen so viele Sprachen und haben Frieden. Warum gibt es nicht Frieden auf der ganzen Welt?“

Winter Voxmi im Jänner 2010

26. Januar 2010

Zum aktuellen Thema „Winter“ haben wir allerlei nützliche Ausdrücke gesammelt. Da die Olympischen Winterspiele bald beginnen, haben wir festgestellt, welche Sportarten es gibt (natürlich in allen unseren Sprachen) und welche Länder jeweils teilnehmen werden. Weiters beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Fahnen und Hymnen. Zuletzt wollen wir kleine Sportberichte aus verschiedensprachigen Zeitungen lesen und vergleichen. S.& lt.

Kinder lernen anders

15. Januar 2010

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Im April 2009 verfasste Christian Schreger, unser voXmi Kollege aus der Ortnergasse, einen Artikel über „Mehrsprachigkeit und wie damit umgehen“ für die „Salzburger Nachrichten“ .

Vorstellen in anderen Sprachen – Sprachprofile

7. Januar 2010

Sprachprofil

In der ersten voXmi Stunde mussten sich die SchülerInnen gleich einmal als „SprachlehrerInnen“ betätigen und jemand anderem die Phrasen „Hallo…“ und „Ich heiße…“ in ihrer eigenen Sprache beibringen. Sie konnten sich Hilsmittel bedienen (Papier, Tafel) und es wurde auch genau an der Aussprache gefeilt. Dann haben sich alle in einer fremden und neuen Sprache der Gruppe vorgestellt.

Als nächstes wurden die SchülerInnen gebeten von sich eine Art „Sprachprofil“ zu erstellen, also welche Sprachen sie sprechen oder in ihrem Leben eine Rolle spielen. Dazu sollten sie auf einem A4 Blatt eine schematische Zeichnung von sich anfertigen und die Sprachen in verschiedenen Farben einzeichnen – dabei war natürlich auch wichtig, wo sich diese Sprachen in uns befinden und eingezeichnet werden. Die Arbeitszeit diente zum Kennen lernen der Kinder und ihres sprachlichen Hintergrunds. Anschließend haben alle von uns ihre Sprachen vorgestellt und erklärt. Viele SchülerInnen haben stolz soviele Sprachen wie möglich hinzugefügt, sogar die vorher neu gelernten Phrasen wurden von einigen gleich eingebaut.

(c) claudia

Facing Nations

6. Januar 2010

von Annamaria

Wer kennt das Kunstprojekt von Oskar Stocker „Facing Nations“?

Aähnliches in einer Klasse als BE und voXmi Projekt, wo die gegenseitig gezeichneten Portäts dann auch einer Stimme, einer Sprache zugeordnet werden, wäre doch eine wunderbare idee.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes, erfolgreiches und friedliches 2010.
Erika H.