Archive for the ‘Uncategorized’ Category

voXmi bei der eLSA-Sommertagung am Schulschiff in Wien (31.08.-02.09.)

1. September 2015

voXmi startet das Schuljahr mit einem Netzwerktreffen der besonderen Art: voXmi-Lehrer/innen aus Wien und der Steiermark treffen sich auf dem Schulschiff und tauchen ein in die eLSA-Community. Einige neue voXmi-Schulen sind dabei und auch drei Studentinnen der PH Wien, die voXmi in diesem Jahr im Rahmen ihrer Bachelorarbeit beforschen wollen.

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Das Skelett

11. Dezember 2013

Das Skelett

In Kooperation mit den ArbeitssprachenlehrerInnen wurde im Rahmen des Biologieunterrichts der 1. Klassen das Skelett in mehreren Sprachen behandelt. Die Knochen wurden sowohl auf Deutsch wie auch auf Englisch, Türkisch und BKS  besprochen. Den Schülerinnen wurden somit die Gelegenheit geboten  ihre sprachlichen Kenntnisse anwenden zu können.  Die SchülerInnen haben dazu die mehrsprachigen  Kärtchen mit Hilfe des Computers gestaltet. Ein Skelett wurde formatiert, vergrößert und ausgedruckt. Anschließend wurde von den SchülerInnen die Benennung der Knochen mit den Kärtchen vorgenommen. Das Ergebnis war ein Plakat, dass auf der voXmi Pinnwand angebracht wurde, um  es für alle SchülerInnen sichtbar zu machen.

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Wir sind eine sprachenfreundliche Schule – Rückblick über unser Sprachenprojekt

9. Juni 2013

Rezepte

Die Schülerinnen und Schüler des BBI haben die Kochlöffel geschwungen, ihre Rezepte nachgekocht und jede Menge Spaß gehabt.
Die kulinarische Reise fand mit den Tagen der Offenen Tür am 15. und 16. Mai ihren Höhepunkt; es gab heuer internationale „Schmankerl“ zu verkosten, die teilweise von den Schülerinnen und Schülern der PTS zubereitet worden waren.
Des Weiteren gab es auch 2 Informationstafeln, die einerseits die Sprachenvielfalt an unserer Schule sowie einzelne Kochschritte beim Zubereiten der Speisen zeigten.
Unser Sprachenprojekt hat nicht nur bewirkt, dass sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit ihrer eigenen Erstsprache auseinandersetzten, sondern sich auch der Sprachen- und Kulturenvielfalt an der Schule bewusster wurden.

Zum Abschluss möchte ich noch die Projekteilnehmer über das Projekt und ihre Erfahrungen zu Wort kommen lassen:
„Das Positive an dem Projekt war, dass wir als Gruppe zusammen arbeiten konnten und unsere Erfahrungen machen durften. Wie lernten an einer Sache intensiv zu arbeiten. Das Highlight waren die Tage der offenen Tür, weil wir unsere Projekte nicht nur am Papier stehen hatten, sondern auch zum Probieren verteilen durften. Mir hat es großen Spaß gemacht, die Rezepte zusammenzustellen und sie dann aufzunehmen und schlussendlich zu schneiden. Die Gruppenarbeit ist gelungen. Wir wollten den Menschen vermitteln, dass jede Sprache etwas ganz Besonderes ist und es vollkommen egal ist, welche Muttersprache man spricht.“

„In unserer Klasse spricht Janine Serbisch, Martin Kroatisch und Can Türkisch. Sie können aber alle Deutsch sprechen. An den Tagen der Offenen Tür gab es einen typisch kroatischen Kuchen, serbische Bohnensuppe und türkische Pizzen, eigentlich Lamacun genannt.“

„Das Projekt war sehr interessant, manchmal auch anstrengend und es hat viel Spaß gemacht. Mir hat es gefallen die Audioaufnahmen zu schneiden, Speisen aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen und an den Tagen der Offenen Tür am Buffet mitzuhelfen. Ich habe durch das Projekt sehr viel dazugelernt und viel erfahren.“

„Am besten haben mir das Recherchieren der Rezepte, das Zusammenschneiden der Aufnahmen, das Kochen der Gerichte sowie das Kennenlernen verschiedener Speisen aus anderen Ländern gefallen.“

Die Entstehung der Sprachen

30. Mai 2013

Live -online lesson Sechshaus Helsinki 22.11.2012

14. Januar 2013

stella

The first three months of this school term we did the following task concerning our Comenius project. We’ve invented a mascot for our school, described it in different languages and  explained it in these languages to our friends in Helsinki, who have drawn pictures following our descriptions.

(more…)

Don’t forget..

22. Oktober 2011

Zum Nachdenken

15. Dezember 2010

Über die Bedeutung des geschriebenen Worts

11. September 2010

Vor Kurzem stieß ich auf einen Roman von Diego Marani*: „Nuova Grammatica Finlandese“. Der Autor war mir als Erfinder des Europanto bekannt, einer  amüsanten Kunstsprache die,  kurz gesagt, aus einer freien, kreativen Mischung von mindestens drei europäischen Sprachen besteht. Ein Sprachenmashup sozusagen, wie wir es aus unseren multikulturellen Klassenzimmern kennen.

Maranis Roman hat mich gefesselt. Besonders der Aspekt Sprache und Identität.

Dann fiel mit sein Artikel  „L’IMPORTANZA DELLA PAROLA SCRITTA”  (http://storage.aicod.it/portale/istruzioneer/Diego_Marani.pdf) in die Hände.  Da ich denke, dass dieser großartige Text auch voXmi und eLSA Lehrer/innen die nicht unbedingt Italienisch sprechen (und nicht nur ihnen),  zugänglich gemacht  werden sollte, habe ich mir erlaubt, ihn  „nachzuerzählen“. (Mit persönlicher Erlaubnis des Autors! 🙂 )

Über die Bedeutung des geschriebenen Wortes

* Das Buch der Zukunft wird interaktiv sein und auch das Lernen wird von dieser Veränderung beeinflusst werden.

* Bild und Ton werden die Literatur untermalen. Die Medien werden das  Lernen  in nie dagewesener Form großartig unterstützen.

* Aber nach wie vor wird das geschriebene Wort  die Fantasie und  Kreativität des Menschen beflügeln, weil nur geschriebene Texte die Abstraktionsfähigkeit fördern und fordern.

* Geschwindigkeit und Unmittelbarkeit sind Zeichen der Zeit, aber Innehalten und  Nachdenken wird nach wie vor seinen Platz haben.

Marani  beginnt seine Ausführungen mit einer  heiteren Geschichte aus dem „The New Yorker“: Ein Steinzeitkind bringt sein Zeugnis, natürlich in Stein gemeißelt, nach Hause. Der Vater ist völlig außer sich über die Geschichtenote: „ Schande! Ein Vierer in Geschichte wo doch noch überhaupt nichts passiert ist auf der Welt!“.

Seither hat sich ohne Zweifel viel ereignet und niemand kann mehr alles wissen.

Zwischen dem Steinzeugnis und dem Computer ist einige Zeit verstrichen und eine wichtige Erfindung ist uns heute noch lieb und teuer: Das Buch. Wird das Buch verschwinden? Gibt es ohne Bücher überhaupt noch Kultur?

Es wird immer Bücher geben. Sie werden anders aussehen, und  vielleicht wird man sie nicht mehr Bücher nennen. Es werden elektronische Bücher sein, die  auf Mausklick außer Text Bilder, Töne und Filme zur Verfügung stellen werden. Dokumente und Verweise in unterschiedlichsten Formaten.

Auch die Schule kann diese Entwicklung nicht ignorieren. Wenn man nur an das Sprachenlernen denkt,  dann kann man den enormen Vorteil der Multimedialität nicht leugnen. Unendlich viele Applikationen, denken wir nur an Wörterbücher, Glossare, und Hypertext erweitern den geschriebenen Text ins  schier Unendliche.

Für die europäische Kommission, die die Mehrsprachigkeit in allen seinen Formen fördert, kann dies nur als eine äußerst positive Entwicklung gesehen werden.  So könnten zum Beispiel elektronische Romane gleichzeitig den Text in der Originalsprache,  die Übersetzung in mehrere Sprachen, Interpretationen und Hintergrundinformationen jeglicher Art anbieten.

In Zukunft wird der Leser leicht Sprachen und Kulturen, auch über große Distanzen hinweg, kennen lernen können. Und das   ist zweifellos von großem Vorteil für die europäische Integration.

Marani weist darauf hin, dass man gerade jetzt in Brüssel über Inhalt und Form der neuen Kulturprogramme für die EU  nachdenkt.  Eine Idee ist,  eine Liste der Hauptwerke der europäischen Literatur zusammenzustellen. So könnte der Leser über die Literatur  jedes europäische Land kennen näher kennen lernen. Die  etwas spärlichen Sprachkenntnisse der Europäer  wären natürlich kein Hindernis diese Werke zu lesen, weil Versionen  in allen Sprachen angeboten werden sollten.

Marani stellt fest, dass das Buch der Zukunft der Computer sein wird. Denken wir nur an Entwicklungen wie das iPad und ähnliche Geräte.

Schon jetzt löst das Bild – das mehr als 1000 Worte sagt  – immer mehr den geschriebenen Text ab. Und selbst Worte werden immer mehr zu Bildern, chinesischen Ideogrammen, Verschnitten, die ganz bestimmte Assoziationen hervorrufen.  Im Chinesischen untermalen die Sprecher oft die gesprochene Sprache mit Schriftzeichen in der Luft, um Missverständnisse zu vermeiden. Aber auch die Worte der geschriebenen Sprache sind heute immer mehr mit  Bildern und Musik verbunden. Ein  multimedialer „Brei“.

Die Sprache verändert, transformiert sich. Elemente anderer Sprachen werden aufgenommen, vermischen sich mit der Ursprungssprache. Das ist natürlich nichts Neues, allein Latein finden wir in vielen vielen Sprachen wieder. Das Durchmischen wiederum ist förderlich für die  Mehrsprachigkeit – weil wir in vielen Sprachen Anker und Ähnlichkeiten finden.

Auch hier kann die multimediale Technologie revolutionäre Hilfen anbieten.

Wir wissen, dass die rasante Entwicklung der Technologie die Gefahr in sich birgt, in der Unmenge von  Information zu ertrinken.

Die Schule der Zukunft (Anm. Hummer: Können wir uns immer auf die Zukunft ausreden? Wann wenn nicht jetzt !;) ) muss neue Kompetenzen fördern. Lexikalisches und Faktenwissen übernimmt die Maschine.  Aber das Wissen finden, abfragen und bewerten können, das sind Kompetenzen die die jungen Menschen beherrschen  müssen.

Lesen und lernen bedeutet in der Zukunft (Anm. Hummer: schon heute!), mit der Kapazität des „riesigen globalen Gedächtnisses“ umgehen zu können.

Wir nehmen Veränderungen nicht nur beim Lernen wahr, auch die Kunst befindet sich in einem Wandel. Die Literatur ändert sich grundlegend und wird immer mehr zu einer Kunst im Netz. Bücher können aus Sammlungen von Blogeinträgen entstehen. Diese „Bücher“ liest man nicht mehr, man durchläuft sie. Wie eine Powerpointpräsentation.

Der Internetschriftsteller („Lo scrittore internauta“) ist wohl eher mit einem Bildhauer oder Maler aus dem industriellen Zeitalter anzusehen, der vorhandenes Material bearbeitet. Das Werk ist aber nicht mehr nur im Besitz des Autors, es steht im Netz allen zur Verfügung.

Und das hat viele neue Konsequenzen. Marani kommt auf das Urheberrecht zu sprechen und dass dieses enorm zur Produktion und Schreibaktivität der Schriftsteller beigetragen hat. Das ändert sich jetzt.

Nicht mehr die Fantasie des Schriftstellers ist der Reichtum der Literatur, es sind  Vernetzung, Kollaboration, Selbstdarstellung angesagt. Jeder kann zum Künstler werden. Mit eignen Gedanken aber auch mit dem Aufmischen der  bereits im Netz befindlichen Werke. Zitiert wird noch in Zeitungen, in wissenschaftlichen Arbeiten.  Im  Netz wird die Realität beschrieben und die Realität gehört nicht dem Autor.

Das aus der Vernetzung im Internet entstandene Wissen gewinnt mit jeder Überarbeitung mehr an Wert.  Genauso ist es mit Kunstwerken. Sie werden kopiert, verändert, neu zusammengesetzt und werden dadurch wertvoller. Die Ergebnisse sind kurzlebig, unterliegen ständiger Veränderung – work in progress. Das Prestige (der Reichtum) der Autoren und Künstler ist ihr Bekanntheitsgrad; ihre Präsenz im Netz ist ihr guter Ruf.

Vervielfältigen, schnelles Verbreiten von Informationen wird immer mehr zum Standard. Jedoch, so meint Marani : Die uralte und wunderbare menschliche Fähigkeit zu Abstrahieren ist der wahre Moment in dem der Geist kreativ wird. Und das kann uns nicht die Maschine abnehmen. Kreativ sein, denken, Ideen entwickeln: die Worte die in einem Buch entstehen erlauben das Innehalten.  Worte die in unseren Köpfen zu Bildern werden, erzeugen unsere individuelle Fantasie.

Marani ist überzeugt, dass neben dem „multimedialen Buch“ das alte Buch aus Papier immer seinen Stellenwert haben wird. Erzählen, erinnern, spielen, erfinden..  Während das elektronische Buch uns die Realität der zu erzählenden Geschichte vor Augen führt, so ist die „alte Art des Schreibens“ die einzige, die uns erlaubt zu erfinden und das auszudrücken, was Bilder nicht wiedergeben können. Das Bild schränkt die Fantasie ein,  verhindert möglicherweise den Diskurs über das Wort, verringert die Variationsmöglichkeiten beim Interpretieren.

Anm. Hummer: Möglicherweise ist das auch der Grund, dass Chats und Foren in geschriebener Form trotz anderer Möglichkeiten der Kommunikation, immer noch sehr beliebt sind. Sie lassen Fantasie zu…

In der europäischen Tradition haben Bücher immer eine wichtige Rolle in der Wissensverbreitung gespielt, sie haben es ermöglicht, einen kulturellen „Kanon“ untereinander zu teilen, auch in unterschiedlichen Sprachen.

Marani zitiert Vargas Llosa, der in einem Artikel über die Spezialisierung und Fragmentierung  in der heutigen Zeit schreibt. Varga weist darauf hin, dass die Spezialisierung zwar den Fortschritt der Wissenschaft vorantreibt, andererseits aber das Fundament für gemeinsame Kommunikation verloren geht. In kulturellen Ghettos bedienen sich die Spezialisten eines Codes, der außerhalb nicht mehr verstanden wird.

Vorurteile, Rassismus, Angst vor dem Fremden, Engstirnigkeit, politische und religiöse Sektiererei, diskriminierende Nationalismen: Nichts kann uns Menschen davor schützen, außer die ununterbrochene Konstante in der großen Literatur die uns immer wieder vor Augen hält, dass alle Menschen gleich  und Diskriminierung, Abhängigkeit und Ausbeutung ungerecht sind.

Ethnische und kulturelle Unterscheide werden in ihrer Vielfalt gerade in den Werken der Weltliteratur beschrieben und sind eine Offenbarung der reichen, menschlichen Kreativität.

Beim Lesen kommen wir uns selbst näher. Wir reflektieren und denken über uns als Individuen, auch im sozialen Umfeld, nach.

Die Schule muss sich auf das neue, elektronische Buch einstellen. Sie  muss entsprechend ausgestattet sein, die Lehrer entsprechend geschult.

Doch der Unterschied zwischen dem gesehenen (Medien) und dem geschriebenen (Buch) Wort muss erkannt und didaktisch auch richtig genutzt werden.

Das Ziel der Bildung ist längst nicht mehr utilitaristisch, wie  im industriellen Zeitalter. Lesen, Wissen, Studium haben immer weniger unmittelbare Bedeutung um einen Beruf zu erlenen.  Es geht vielmehr darum die eigene Persönlichkeit zu bilden die fähig ist, sich den Anforderungen der Zukunft zu stellen: Ethische Werte, zivile Verantwortung, individuelle Freiheit.

„Deshalb ist lesen zu können eine wertvolle Kompetenz und der einzige sichere Schutzwall um eine  Katastrophe abzuwenden:  einer Gesellschaft, die nicht mehr denkt.“

*aus Wikipedia: Diego Marani (* 1959 in Ferrara) ist ein italienischer Übersetzer und Revisor beim Ministerrat der Europäischen Union in Brüssel und Kolumnist in verschiedenen Zeitungen.
Bekannt wurde Marani, als er im Jahr 1996 zum Scherz die Hilfssprache Europanto, ein Gemisch aus den verschiedenen Amtssprachen der Europäischen Union veröffentlichte.
In Europanto hat er in Frankreich die Erzählungssammlung „Las adventures de l’inspector Cabillot“ veröffentlicht.Marani ist auch Autor von Romanen in italienischer Sprache, „Caprice de dieu“, „Zanzare“ und „ Nuova grammatica finlandese“ und andere.

Der Originaltext