Archive for the ‘Informatik’ Category

voXmi im Informatikunterricht: Diagramme und Tabellenkalkulation

30. März 2012

Tabellen, Kalkulationen und Diagramme – klingt ganz nach trockenem Informatikunterricht – muss es aber keineswegs sein, z. B. dann, wenn voXmi mit im Spiel ist.

In den zweite Klassen steht in unserer Schule im Informatikunterricht unter anderem das Arbeiten mit einem Tabellenkalkulationsprogramm am Programm. Um dieses Kapitel der Informatik spannender zu gestalten, wurden heuer die Schülerinnen und Schüler nach einer kurzen Einarbeitung in die wesentlichsten Elemente der Programmbedienung als junge Forscherinnen und Forscher eingesetzt, die fächerübergreifend mit dem Geografie-Unterricht Zahlen und Fakten zur Weltbevölkerung im Internet recherchieren und daraufhin auch die Anzahl der Sprachen und ihre Verteilung auf die Kontinente und Länder untersuchen sollten. Die gefundenen Zahlen wurden dann in einem Tabellenkalkulationsprogramm mit aussagekräftigen Diagrammen aufbereitet.

Gleich zu Beginn staunten die Kinder nicht schlecht über die großen Unterschiede bei den Bevölkerungszahlen der Kontinente und Länder. Dabei wurde es allen bewusst, wie relativ „klein“ eigentlich Europa im Vergleich zu anderen Kontinenten ist, vor allem wenn man dann auch noch die Zukunftsprognosen beim Bevölkerungswachstum in den nächsten 40 Jahren miteinbezog.

Sprachen der Welt

Ganz besonders überrascht waren die Schüler/innen aber auch über die große Anzahl von Sprachen auf unserer Welt und die vielen einzelnen Sprachen auf relativ engem Raum, z. B. in bestimmten Teilen Afrikas und Asiens.

Nicht bewusst war auch vielen Kindern die Sprachenvielfalt in Österreich, die erst bei einem genaueren Blick auf die Daten der Statistik Austria sichtbar wurde.

Richtig lebendig wurde es dann, als wir uns auf Spurensuche nach allen Sprachen machten – und es waren nicht wenige, die in den zweiten Klassen von den Schülerinnen und Schülern selbst gesprochen werden. Schnell waren auch im Internet passende Videoclips in diesen Sprachen gefunden, und es gab spontane Simultanübersetzungen von beispielsweise Bosnisch, Rumänisch, Tschetschenisch und Twi.

Spontaner Kommentar eines Schülers am Stundenende: „Cool, wenn jemand viele Sprachen verstehen und sprechen kann!“

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voXmi als Herausforderung für unsere Schüler/innen im Schulschwerpunkt „Angewandte Informationstechnologie“ im Sinne einer individualisierten Begabtenförderung

28. Januar 2012

Als unsere engagierten Oberstufenschüler/innen aus dem Schulschwerpunkt Angewandte Informationstechnologie ihre Bereitschaft bekundeten, voXmi-Schüler/innen aus der Unterstufe bei der Erstellung von Webseiten zu unterstützen, war ihnen zu Beginn noch nicht wirklich bewusst, worauf sie sich dabei wirklich einließen. Denn mit den unterschiedlichen Sprachen, die auf den Webseiten eingebaut wurden, wuchs auch sprunghaft der Bedarf an speziellen Codierungen für die vielen „Sonderzeichen“ in den einzelnen Sprachen. Galt es nämlich bisher nur die deutschen Umlaute und das scharfe ß korrekt auf Webseiten darzustellen, waren es nun plötzlich eine Vielzahl unterschiedlicher Zeichen, die auf ein und derselben Seite vorkamen.

Im Sinne des entdeckenden Lernens versuchten die Schüler/innen dabei selbst praktikable Lösungen für diese Herausforderungen zu finden. So wurden beispielsweise Codetabellen studiert, unterschiedliche Zeichensätze ausprobiert und mit verschiedenen Schriftarten experimentiert. Der Wissenszuwachs war enorm – vor allem deshalb, weil sehr individuell gearbeitet wurde und danach in Gruppenarbeiten die jeweiligen Forschungsergebnisse ausgetauscht wurden.

Manchmal schweiften die Schüler/innen dabei auch in andere verwandte Themenbereiche der Webprogrammierung ab, für die es zwar keine expliziten Arbeitsaufträge gegeben hatte, die aber so interessant waren, dass sie aus der Sicht der Schüler/innen auch unbedingt gelöst werden mussten. Und manchmal stellte sich heraus, dass der eine oder andere vermeintliche Umweg sogar einen Schlüssel für die Lösung des eigentlichen Problems liefern konnte.

Erschwerend kam nämlich dazu, dass die Schüler/innen ihre Lösungen nicht nur in einfachen HTML-Seiten darstellen wollten, sondern dazu auch dynamische Webseiten mit PHP- und Javascript-Komponenten verwendeten, für die jeweils eigene Spezialanpassungen im Quellcode notwendig wurden. Als schließlich auch MySQL-Datenbanken zum Einsatz kamen, mussten auch dabei spezielle Anpassungen vorgenommen werden, bis endlich zufriedenstellende Lösungen erreicht werden konnten.

Neben all den programmiertechnischen Details wurde es den Schüler/innen meist erst im Laufe der Arbeit so richtig bewusst, wieviele verschiedene Zeichen es in anderen Sprachen gibt und dass deren richtige Darstellung auf dynamischen Webseiten alles andere als trivial ist. Umso stolzer präsentierten sie aber danach ihre Arbeitsergebnisse und machten damit auch viele Kinder mit anderen Erstsprachen glücklich, als sie erstmals ihre Sprache(n) auf schulinternen Lernplattformen korrekt dargestellt entdeckten.

Beispiel für eine Webseite (Bildschirmfoto aus dem voXmi-Lexikon) mit vielen unterschiedlichen Zeichen:

Bildschirmfoto aus dem voXmi-Lexikon

Was Dateiverwaltung mit voXmi, interkulturellem Lernen und Geografie-Unterricht zu tun haben kann

30. September 2011

Im Rahmen der Wiederholung des Stoffes der ersten Klasse, sollten die die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen noch einmal üben, wie man Ordner und Unterordner anlegt . Zu diesem Zweck erhielten die Kinder diesmal den Auftrag einen Hauptordner anzulegen mit dem Namen „Welt“. In diesem sollten sie als Unterordner alle Kontinente erstellen. Daraufhin wurden sie gebeten in den jeweils richtigen Unterordnern weitere Ordner anzulegen mit den Namen aller Länder, in denen sie selbst schon gewesen sind oder in denen Verwandte oder Bekannte von ihnen wohnen. Als eine Spezialaufgabe für alle besonders Interessierten gab es den Auftrag eine Ebene tiefer auch die Namen der Städte bzw. Orte einzutragen, in denen sie schon waren oder in denen ihre Verwandten leben.

Um jeweils die richtige Schreibweise zu verwenden, wurden Online-Karten verwendet. Auf diese Weise entstanden ganz individuelle Ordnerbäume, die von den meisten Schüler/innen mit sehr viel Akribie erstellt wurden.

Und dabei stellte sich heraus, dass gerade die Kinder mit anderen Erstsprachen als Deutsch ganz besonders umfangreiche Produkte erstellten, die sie auch bei der anschließenden Kurzpräsentation über den Beamer stolz ihren Mitschüler/innen präsentierten und dazu erzählten, wo sie selbst schon waren bzw. wer von ihren Verwandten wo lebt.

Stellvertretend für die vielen Ordnerbäume hier ein Ausschnitt aus dem Ordnerbaum einer bosnischen Schülerin:

Ordnerbaum

Ordnerbaum

Übrigens: Die Vorbereitung für diese Unterrichtseinheit war im Nu erledigt, da wir für dieses Thema bereits im Vorjahr einen Moodle-Kurs erstellt hatten, den wir jetzt nur mehr in die einzelnen Klassen kopieren mussten und schon ging es los!

Für alle, die sich für diesen Kurs interessieren: Sie finden in hier in unserer speziellen voXmi-Moodle-Lernplattform zum Anschauen und als Downloadversion.

RoboCup und voXmi

11. Juli 2011

Oberflächlich betrachtet mag man sich mit Recht fragen, was denn der RoboCup mit voXmi zu tun hat. Schaut man jedoch genauer hin, wird man feststellen, dass erfolgreiche RoboCup-Teilnehmer/innen die Chance bekommen nicht nur in Österreich ihr Können und ihre Fertigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern auch im Ausland. Und dass dabei nicht nur Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch intensives Teamwork zwischen verscheidensten nationen und somit auch interkulturelles Lernen und Arbeiten eine wichtige Rolle spielen, haben die Schüler/innen in den letzten Jahren erfahren, in denen Reisen nach Deutschland, Singapur und zuletzt auch nach Istanbul am Programm standen.

Neben den großartigen fachlichen Erfolgen nehmen die Schüler/innen von diesen Bewerben immer auch ganz intensive Eindrücke im interkulturellen Bereich mit und bereichern durch ihre Erfahrungen auch die Daheimgebliebenen.

Weitere Details zur letzten gerade zu Ende gegangenen Veranstaltung (RoboCup in Istanbul) finden sich hier.

voXmi im Informatikunterricht der ersten Klasse

2. Mai 2011

Nächsten Sonntag ist Muttertag. Deshalb erstellten wir in der Informatikstunde Muttertagskarten. Die Schüler/innen waren begeistert bei der Arbeit. Ein besonderer Motivationsschub für die Kinder mit anderer Erstsprache war der Hinweis, dass wir die Karten möglichst persönlich gestalten wollen und natürlich in der Sprache schreiben, die zu Hause gesprochen wird oder auch zwei- oder mehrsprachig.

Für alle, die sich beim Verfassen nicht so sicher waren, hatte gleich ein Schüler einen guten Tipp: „Es gibt im Internet eine Seite, wo man ganz einfach Wörter und Texte übersetzen kann!“ Diese Seite zeigte er auch gleich allen anderen und wir entdeckten gemeinsam die Möglichkeit, einen Text ganz schnell in eine andere Sprache zu übersetzen. Bei aller Begeisterung über diese vielen Sprachen mit den oft fremden Buchstaben stellten wir aber auch fest, dass die Übersetzungen nicht perfekt sind, sondern dass dahinter ja nur eine Maschine bzw. ein Programm steckt und kein Mensch. Trotzdem war es sehr praktisch sich von diesem Internetdienst helfen zu lassen und alle waren schlussendlich stolz auf ihre Produkte. Denn neben der kleinen Überraschung für die Mütter haben wi in der Stunde auch digitale Kompetenzen gelernt, z. B. wie man ein Hintergrundbild und unterschiedliche Formen in eine Datei einfügt und Text hineinchreiben kann.

Da ich selbst bei den meisten Übersetzungen nicht helfen konnte, werden wohl noch Fehler in den Muttertagskarten erhalten geblieben sein, aber ich hoffe, dass die Mütter darüber hinwegsehen werden, wenn sie am Sonntag die Karten bekommen werden.

Hier zwei Beispiele: